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Patrick Brodala
Was versteht man unter einem Cloud-Exit?
Ein Cloud-Exit beschreibt die Rückführung von Daten, Anwendungen und Workloads aus der Public Cloud zurück in unternehmenseigene Rechenzentren oder hybride Infrastrukturen. Dies kann entweder durch vollständige Repatriierung oder durch die Implementierung von Hybrid-Cloud-Strategien erfolgen. Die Gründe für einen solchen Schritt sind vielfältig und reichen von Kostenüberlegungen über Sicherheitsbedenken bis hin zu Compliance-Anforderungen.
Was Sie hier erwartet
Gründe für den Cloud-Exit im Mittelstand
Ein Hauptmotiv für den Cloud-Exit sind die oft unterschätzten Kosten der Cloud-Nutzung. Während die Cloud anfänglich als kosteneffiziente Lösung galt, haben viele Unternehmen festgestellt, dass komplexe Preisstrukturen, versteckte Gebühren und steigende Ausgaben mit wachsendem Ressourcenbedarf die erwarteten Einsparungen zunichtemachen können. Ein Artikel auf Enterprisetube hebt hervor, dass die tatsächlichen Kosten der Cloud-Nutzung oft höher sind als ursprünglich angenommen.
Zudem möchten Unternehmen die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter, bekannt als Vendor Lock-in, vermeiden. Eine tiefe Integration in die Infrastruktur eines Cloud-Anbieters erschwert den Wechsel zu anderen Anbietern oder zurück zu On-Premises-Lösungen, insbesondere wenn sich die Geschäftsanforderungen ändern oder die Kosten steigen. Ein Artikel auf LeadingAgile erläutert, dass suboptimale Anwendungsarchitekturen die Nutzung von On-Demand-Ressourcen und innovativen Funktionen behindern können.
Herausforderungen beim Cloud-Exit
Trotz der genannten Gründe ist ein Cloud-Exit mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Die Migration großer Datenmengen zurück in lokale Infrastrukturen kann technisch anspruchsvoll und kostspielig sein. Ohne sorgfältige Planung besteht das Risiko von Betriebsunterbrechungen, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen können. Ein Artikel auf IT-Administrator.de betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung, um einen störungsfreien Betrieb während des Umzugs sicherzustellen.
Zudem müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre lokale IT-Infrastruktur den Anforderungen der zurückgeführten Anwendungen entspricht. Dies erfordert möglicherweise Investitionen in Hardware und Fachpersonal. Vertragsbedingungen mit Cloud-Anbietern können ebenfalls Hindernisse darstellen, insbesondere wenn lange Kündigungsfristen oder hohe Ausstiegskosten vorgesehen sind. Ein Artikel auf KPMG.com betont die Bedeutung einer Cloud-Exit-Strategie, um solche Herausforderungen zu bewältigen.
Fazit
Gründe für den Cloud-Exit im Mittelstand
Kostenfallen und steigende Betriebsausgaben
Einer der häufigsten Gründe für den Cloud-Exit sind unerwartet hohe Betriebskosten. Während viele Unternehmen ursprünglich von der vermeintlichen Kostenersparnis durch die Cloud überzeugt waren, stellt sich mit der Zeit oft das Gegenteil heraus. Die nutzungsbasierte Abrechnung von Cloud-Diensten kann schwer vorhersehbare Kosten verursachen, insbesondere wenn Datenintensität, Skalierung und Traffic stark schwanken.
Laut einer Studie von Gartner überschreiten Unternehmen im Durchschnitt ihr geplantes Cloud-Budget um bis zu 30 Prozent. Hinzu kommen versteckte Kosten, beispielsweise für den Datentransfer zwischen Regionen oder für Premium-Support-Dienste. (Gartner Report 2023)
Ein weiteres Problem sind langfristige Abhängigkeiten von Cloud-Anbietern. Viele Mittelständler haben bemerkt, dass der sogenannte Vendor Lock-in ihre IT-Agilität einschränkt. Wer einmal tief in die proprietären Lösungen eines Cloud-Anbieters integriert ist, hat es schwer, zu einem anderen Anbieter zu wechseln oder wieder zu einer lokalen Infrastruktur zurückzukehren. Dies kann langfristig zu steigenden Kosten und fehlender Flexibilität führen.
Datenhoheit, Compliance und regulatorische Anforderungen
Ein zentraler Faktor für den Cloud-Exit ist der Wunsch nach mehr Kontrolle über geschäftskritische Daten. Unternehmen, die mit sensiblen Informationen arbeiten – etwa im Gesundheitswesen, in der Finanzbranche oder in der Fertigung –, müssen strenge Datenschutzrichtlinien einhalten. Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und branchenspezifische Vorgaben verlangen, dass bestimmte Daten in kontrollierten Umgebungen gespeichert und verarbeitet werden.
Ein Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Compliance-Verpflichtungen in der Public Cloud vollständig zu erfüllen. Die Kontrolle über Speicherorte, Zugriffsrechte und Datensicherheit ist oft unklar, da die IT-Infrastruktur von Cloud-Anbietern über verschiedene Länder und Regionen verteilt ist. (BSI-Studie 2023)
Unternehmen mit hoher Datenschutzsensibilität entscheiden sich daher zunehmend dafür, ihre Daten in lokalen Rechenzentren oder Private-Cloud-Umgebungen zu speichern. So behalten sie die volle Kontrolle und reduzieren das Risiko von Datenschutzverstößen oder unerwarteten regulatorischen Hürden.
Cyber-Sicherheit und Risiken durch Multi-Tenant-Umgebungen
Obwohl Cloud-Anbieter große Summen in Sicherheitsmaßnahmen investieren, bleiben sie attraktive Ziele für Cyberangriffe. Besonders in sogenannten Multi-Tenant-Umgebungen, in denen mehrere Kunden auf derselben Infrastruktur arbeiten, besteht das Risiko von Datenlecks und Angriffen.
Ein prominentes Beispiel hierfür ist der Cloud-Sicherheitsvorfall bei Capital One, bei dem persönliche Daten von mehr als 100 Millionen Kunden kompromittiert wurden, weil Angreifer Sicherheitslücken innerhalb einer Cloud-Umgebung ausnutzten. Dieser Fall zeigt, dass Unternehmen nicht nur auf die Sicherheitsmaßnahmen der Cloud-Anbieter vertrauen können, sondern zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen müssen. (Forbes Security Report)
Zudem sind Cloud-Anbieter häufig das Ziel groß angelegter DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service), die die Erreichbarkeit geschäftskritischer Anwendungen beeinträchtigen können. Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen setzen daher verstärkt auf On-Premises-Lösungen, um ihre Sicherheitsinfrastruktur eigenständig zu kontrollieren und besser gegen Angriffe gewappnet zu sein.
Leistung und Kontrolle über geschäftskritische Anwendungen
Ein oft unterschätzter Grund für den Cloud-Exit ist die Performance von Anwendungen. Cloud-basierte Lösungen sind zwar skalierbar, doch nicht immer bieten sie die gewünschte Performance und Latenzzeiten für geschäftskritische Prozesse.
Unternehmen mit hochfrequentierten IT-Systemen oder rechenintensiven Anwendungen – etwa in der Fertigung, in der Finanzbranche oder in der Forschung – stoßen in der Public Cloud oft an Leistungsgrenzen. Besonders Anwendungen, die eine hohe Echtzeitverarbeitung erfordern, profitieren von einer Infrastruktur, die lokal oder in einer Hybrid-Cloud-Architektur betrieben wird.
Ein Whitepaper von IDC hebt hervor, dass Unternehmen mit leistungssensitiven Anwendungen zunehmend auf Edge Computing oder eigene Rechenzentren zurückgreifen, um maximale Kontrolle über ihre Ressourcen und Netzwerklatenzen zu behalten. (IDC Report 2024)
Warum der Cloud-Exit für den Mittelstand eine strategische Entscheidung ist
- Kostenkontrolle - Die Cloud verursacht langfristig oft höhere Kosten als erwartet.
- Regulatorische Anforderungen - Datenschutzgesetze wie die DSGVO machen lokale Datenhaltung attraktiver.
- Cyber-Sicherheit - Multi-Tenant-Umgebungen und Cloud-Sicherheitsvorfälle erhöhen das Risiko.
- Performance - Unternehmen mit Echtzeitverarbeitung und leistungsintensiven Workloads profitieren von lokalen Lösungen.
Herausforderungen und Risiken beim Cloud-Exit
Die Entscheidung, Daten und Anwendungen aus der Cloud zurückzuholen, ist oft mit strategischen Vorteilen verbunden. Unternehmen gewinnen mehr Kontrolle über ihre IT-Kosten, stärken ihre Datensouveränität und reduzieren Sicherheitsrisiken. Doch ein Cloud-Exit ist kein einfacher Prozess – er erfordert eine präzise Planung und die Überwindung technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Hürden. Wer diesen Schritt unüberlegt vollzieht, riskiert teure Betriebsunterbrechungen, Datenverluste und einen erheblichen Mehraufwand für die IT-Abteilung.
Technische Hürden: Datenmigration und Systemkompatibilität
Eine der größten Herausforderungen beim Cloud-Exit ist die Rückführung großer Datenmengen in lokale Infrastrukturen oder alternative Cloud-Umgebungen. Daten, die über Jahre hinweg in der Cloud gespeichert wurden, müssen nicht nur sicher migriert, sondern auch nahtlos in bestehende On-Premises- oder Hybrid-Architekturen integriert werden.
Dabei treten häufig technische Probleme auf: Formatinkompatibilitäten, fehlende Schnittstellen und unterschiedliche Datenstrukturen können den Umzug erschweren. Zudem erfordern einige Cloud-native Anwendungen spezielle Dienste oder Middleware-Lösungen, die in einer lokalen Umgebung möglicherweise nicht verfügbar sind.
Laut einer Studie von McKinsey scheitern bis zu 60 Prozent der Cloud-Migrations- oder Repatriierungsprojekte aufgrund unzureichender Vorplanung und technischer Herausforderungen. Unternehmen, die den Umstieg auf eigene Rechenzentren vollziehen, müssen sicherstellen, dass ihre lokale IT-Infrastruktur über die notwendige Rechenleistung, Speicherressourcen und Netzwerkbandbreiten verfügt. (McKinsey Report 2023)
Betriebsunterbrechungen und Downtime-Risiken
Ein Cloud-Exit birgt das Risiko von Betriebsunterbrechungen, wenn der Migrationsprozess nicht sorgfältig geplant wird. Anwendungen und Systeme, die rund um die Uhr laufen, können nicht einfach abgeschaltet und verschoben werden.
Besonders problematisch wird es, wenn der Cloud-Anbieter nicht genügend Transparenz über die genauen Speicherorte und Strukturen der Daten bietet. Unternehmen, die keine umfassende Exit-Strategie haben, laufen Gefahr, während der Migration auf unerwartete Datenverluste oder Integrationsprobleme zu stoßen.
Ein Bericht von Gartner weist darauf hin, dass Unternehmen durchschnittlich 200.000 US-Dollar pro Stunde an Kosten verlieren, wenn kritische Systeme während eines IT-Umzugs ausfallen. In der Praxis bedeutet das, dass ein unvorbereiteter Cloud-Exit nicht nur technisch, sondern auch finanziell erhebliche Risiken birgt. (Gartner Cloud Report 2024)
Um diese Risiken zu minimieren, setzen erfahrene Unternehmen auf stufenweise Migrationen, Redundanz-Strategien und detaillierte Testläufe. Die schrittweise Rückführung einzelner Systeme in Parallelbetrieb mit der Cloud reduziert das Risiko unerwarteter Ausfälle erheblich.
Lizenz- und Vertragsprobleme mit Cloud-Anbietern
Viele Unternehmen unterschätzen die vertraglichen Herausforderungen eines Cloud-Exits. Cloud-Anbieter gestalten ihre Verträge oft so, dass der Wechsel zurück zu einer lokalen Infrastruktur erschwert wird.
Ein Beispiel hierfür sind langfristige Abonnements oder Mindestvertragslaufzeiten, die es Unternehmen schwer machen, sich vorzeitig aus der Cloud zu lösen. Zusätzlich können Datenexportgebühren (Egress Fees) für den Transfer großer Datenmengen anfallen, die den Exit finanziell unattraktiv machen.
Ein Bericht der Europäischen Kommission zur digitalen Souveränität hebt hervor, dass einige Cloud-Anbieter gezielt Vendor Lock-in-Mechanismen nutzen, um Unternehmen an ihre Plattformen zu binden. Dazu gehören proprietäre Schnittstellen, inkompatible Datenformate und restriktive Serviceverträge, die eine Migration zu alternativen Lösungen erschweren. (EU Digital Sovereignty Report)
Um diesen Problemen zu begegnen, ist es essenziell, bereits vor dem initialen Cloud-Onboarding klare Exit-Strategien zu entwickeln und Vertragsbedingungen sorgfältig zu prüfen. Unternehmen sollten sich frühzeitig über mögliche Ausstiegsoptionen, Datenportabilitätslösungen und hybride Architekturen informieren, um spätere Probleme zu vermeiden.
Kosten des Cloud-Exits: Versteckte Fallstricke
Ein Cloud-Exit kann kostspieliger sein als erwartet. Neben den offensichtlichen Investitionen in neue Hardware und Infrastruktur fallen oft unerwartete Zusatzkosten an, die das Budget belasten.
Zu den häufigsten Kostenfallen gehören:
- Egress Fees für den Datenexport aus der Cloud
- Investitionen in neue Server, Netzwerktechnik und Storage-Lösungen
- Migrations-Tools und IT-Beratungskosten
- Schulungen für IT-Mitarbeiter, um On-Premises-Systeme wieder effizient zu verwalten
Laut einer Analyse von Forrester Research kann ein Cloud-Exit je nach Unternehmensgröße und IT-Umgebung zwischen 500.000 und mehreren Millionen Euro kosten. Unternehmen, die ohne klare Planung den Exit vollziehen, riskieren daher erhebliche Mehrkosten und Budgetüberschreitungen. (Forrester Cloud Study 2023)
Ein vorausschauender Finanzplan, der langfristige IT-Kosten, Migrationsaufwände und mögliche Cloud-Rückkehr-Optionen berücksichtigt, hilft Unternehmen dabei, den Cloud-Exit wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten.
Strategien zur erfolgreichen Bewältigung eines Cloud-Exits
- Detaillierte Planung: Eine Exit-Strategie sollte bereits beim Cloud-Onboarding mitgedacht werden.
- Schrittweise Migration: Systeme nach Priorität in einer Hybrid-Umgebung betreiben, um Unterbrechungen zu vermeiden.
- Technische Kompatibilität sicherstellen: Vor dem Exit prüfen, ob lokale Systeme die Cloud-Workloads übernehmen können.
- Vertragsbedingungen frühzeitig analysieren: Exit-Klauseln und Kosten genau prüfen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
- Performance-Tests durchführen: Sicherstellen, dass die neue Infrastruktur stabil läuft, bevor die Cloud endgültig verlassen wird.
Warum eine durchdachte Exit-Strategie entscheidend ist
Ein Cloud-Exit kann erhebliche Vorteile bringen, aber er ist kein einfacher Rückkehrprozess. Unternehmen, die sich unvorbereitet aus der Cloud zurückziehen, riskieren hohe Kosten, IT-Ausfälle und Compliance-Probleme.
Mittelständische Unternehmen sollten daher nicht nur die kurzfristigen Vorteile einer Cloud-Rückführung betrachten, sondern auch die langfristigen Auswirkungen auf ihre IT-Strategie analysieren. Hybrid-Modelle, die das Beste aus beiden Welten kombinieren, können eine sinnvolle Alternative sein, um Flexibilität, Kostenkontrolle und Datensouveränität optimal auszubalancieren.
Technische Umsetzung eines Cloud-Exit – Strategien und Best Practices
Schritt 1: Evaluierung der bestehenden Cloud-Infrastruktur
Bevor Unternehmen einen Cloud-Exit planen, müssen sie ein genaues Bild ihrer aktuellen Cloud-Nutzung erhalten. Dazu gehören folgende Fragen:
- Welche Anwendungen und Daten sind in der Cloud gespeichert?
- Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen Cloud-Diensten und lokalen Systemen?
- Welche Vertragsbedingungen gelten für die Cloud-Nutzung (Kündigungsfristen, Egress Fees, Support-Optionen)?
Ein Cloud-Exit Assessment, wie es von Gartner empfohlen wird, kann Unternehmen helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Laut Gartner’s Cloud Strategy Report 2024 sollten Unternehmen zunächst eine vollständige Bestandsaufnahme ihrer Cloud-Workloads, Speicherkapazitäten und Netzwerkinfrastrukturen durchführen, um Risiken frühzeitig zu erkennen. (Gartner Cloud Report 2024)
Schritt 2: Auswahl der richtigen Migrationsstrategie
- Rehosting (Lift & Shift): Anwendungen und Daten werden weitgehend unverändert auf lokale Server oder eine Private Cloud übertragen. Diese Methode ist schnell, aber oft ineffizient, da sie nicht die Vorteile einer optimierten Infrastruktur berücksichtigt.
- Replatforming: Anwendungen werden angepasst, um in einer On-Premises- oder Hybrid-Umgebung besser zu funktionieren. Dabei kann zum Beispiel eine neue Datenbankarchitektur oder eine effizientere Speicherlösung implementiert werden.
- Refactoring: Die auf der Cloud basierende Architektur wird vollständig überarbeitet und für eine lokale Umgebung optimiert. Diese Strategie ist aufwendig, bietet aber langfristig die beste Performance und Kontrolle.
Schritt 3: Sicherstellung der Datenmigration und -integrität
- ETL-Prozesse (Extract, Transform, Load): Daten werden extrahiert, transformiert und für die Zielplattform optimiert.
- Duale Synchronisation: Vor dem vollständigen Exit laufen Cloud- und On-Premises-Systeme parallel, um Ausfallzeiten zu vermeiden.
- Inkrementelle Migration: Daten werden schrittweise in kleinen Paketen übertragen, um Netzwerkauslastung und Performance-Probleme zu minimieren.
Schritt 4: Optimierung der neuen IT-Infrastruktur
- Skalierbar ist, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen.
- Sicherheitsstandards erfüllt, um Cyber-Risiken zu minimieren.
- Effiziente Speicher- und Netzwerklösungen bietet, um Performance-Engpässe zu vermeiden.
Schritt 5: Security & Compliance nach dem Cloud-Exit
Nach der Migration ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre IT-Sicherheitsstrategie anpassen. Viele Sicherheitsmechanismen, die in der Cloud automatisch bereitgestellt wurden, müssen nun manuell konfiguriert und überwacht werden.
Wichtige Maßnahmen nach dem Cloud-Exit umfassen:
- Netzwerksegmentierung und Firewalls: Absicherung der lokalen Umgebung gegen Angriffe.
- Backup- und Disaster-Recovery-Strategien: Sicherstellen, dass alle geschäftskritischen Daten redundant gesichert sind.
- Regelmäßige Compliance-Audits: Prüfen, ob alle Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben eingehalten werden.
Warum eine durchdachte Exit-Strategie entscheidend ist
Ein Cloud-Exit ist eine tiefgreifende strategische Entscheidung, die eine präzise technische Umsetzung erfordert. Unternehmen, die diesen Schritt planen, sollten ihre aktuelle Cloud-Nutzung bewerten, um Abhängigkeiten und Kostenfallen frühzeitig zu erkennen. Sie müssen zudem die passende Migrationsstrategie wählen, um eine reibungslose Transition zu gewährleisten. Letztlich müssen sie sicherstellen, dass die neue IT-Infrastruktur leistungsfähig, skalierbar und sicher ist. Die Security- und Compliance-Maßnahmen müssen priorisiert werden, um Datenschutzrisiken zu minimieren.
Mittelständische Unternehmen, die ihren Cloud-Exit erfolgreich umsetzen, gewinnen nicht nur mehr Kontrolle über ihre IT-Ressourcen, sondern können auch langfristig Kosten optimieren und ihre digitale Souveränität stärken.